Als badischer Meister wird die A-Jugend der Handball-Gemeinschaft Oftersheim/Schwetzingen erneut um den so genannten BW-Pokal spielen, eine Art inoffizielle baden-württembergische Meisterschaft. Dabei trifft sie auf die Titelträger aus Südbaden und Württemberg. Letzterer hat diese Saison das Austragungsrecht.

Während sich im Südbadischen die SG Köndringen/Teningen mit bislang null Verlustpunkten (ein Spiel steht noch aus) durchgesetzt hat, ging im Württembergischen die Meisterschaft nach Vorarlberg. Denn die Österreicher des HC Hard sind – neben einigen anderen Vereinen wie zum Beispiel Feldkirch – im Bezirk Donau-Schwaben dem deutschen Landesverband angeschlossen. Allerdings sei die Einbeziehung der Österreicher ein nicht immer ganz unproblematisches Konstrukt, ist aus manchen Ecken zu hören.

Der HCH unter Coach Severin Englmann jedenfalls gewann beim Finalspieltag in Kornwestheim gegen den SVK mit 28:26 (13:14) und hat damit nach eigener Aussage Handball-Geschichte geschrieben. Es sei das erste österreichische Team, das sich diese Ehre verdient habe. Aber das Dreier-Turnier richtet am 8. April der SVK aus, die Ausländer sind wohl nicht teilnahmeberechtigt..

Planungen werden auch im HG-Trainerteam Daniel Müller, Thomas Herr und Julian Zipf betrieben, um dieser Herausforderung gerecht zu werden. Allerdings wird der „alte“ Jahrgang bei diesen Titelkämpfen nicht mit am Start sein. Bei Oftersheim/Schwetzingen ist alles auf die anstehende Qualifikationsrunde ausgerichtet. Dabei geht es zunächst an Ostern zum international besetzten Turnier nach Biberach an der Riß. Dort treffen die Kurpfälzer in der Vorrunde auf die JSG Echaz/Erms, den SC Magdeburg und die Reinickendorfer Füchse Berlin. Die beiden Letztgenannten führen die Oststaffel der Jugend-Bundesliga an und spielen noch um die deutsche Meisterschaft, werden mit Sicherheit ihr bestes Personal aufbieten.

Qualifikation für Bundesliga

Nach dem BW-Pokal steht am Wochenende um den 14. April die badische Vorausscheidung auf dem Programm. Denn während die SG Kronau/Östringen und die SG Pforzheim/Eutingen schon für die neue Bundesliga-Runde gesetzt sind, gibt es für die zwei freien Qualifikationsplätze im BHV-Bereich drei Bewerber. Sollte sich die HG im Duell mit der SG Nußloch und dem TSV Birkenau durchsetzen, geht es mit Heimrecht um den 5. Mai herum in die erste Qualifikationsrunde im so genannten Bereich 5 mit Vertretern aus den anderen baden-württembergischen Verbänden und aus Bayern.

Nur der Sieger dieser Veranstaltung hat die sofortige Zugehörigkeit zur Bundesliga errungen. Die besten nachrangig Platzierten treffen eine Woche später in Württemberg aufeinander. Dort werden nach aktuellem Stand drei Teilnehmer für die bundesweite Endrunde ausgespielt, die diese Saison in zwei Gruppen ausgetragen wird.    mj