Die HG Oftersheim/Schwetzingen hat es wieder geschafft. Zum sechsten Mal ist sie für die Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) startberechtigt. Und dies, obwohl die Teilnehmerzahl aus teilweise nicht ganz nachvollziehbaren Gründen von 48 auf 40 runtergesetzt wurde. 38 davon sind bislang vergeben. Die letzten beiden Eintrittskarten werden in der bundesweiten Endrunde in Hüttenberg (mit Lemather TV, Hildesheim, Schutterwald und Hüttenberg) sowie in München (mit Cottbus, Schalksmühle/Halver und Allach) vergeben.

Dabei sind in der nun ablaufenden Saison 38 Teams in der HBL (Vereinigung der Handball-Bundesligisten) organisiert, drei Aufsteiger kommen wieder hinzu. Andere wollen in Zukunft diesem exklusivem Club angehören. Und für sie alle wäre ein Startplatz in der JBLH sehr wünschenswert, da er von Vorteil bei der Erlangung des HBL-Jugendzertifikats ist.

Doch immer wieder gibt es ein paar „Kleine“, die den „Großen“ diese Teilnehmerplätze streitig machen. Da gehört nicht nur die HG dazu. Hanau, Günzburg, Bremen/Hastedt oder Potsdam verblieben wegen ihrer Saisonplatzierung in der Erstklassigkeit, Königshof (hatte letzte Runde wohl weder A- noch B-Jugend am Start), Gelnhausen, Saarlouis oder eben Oftersheim/Schwetzingen nutzten ihre Chance via Qualifikation. Auf der Strecke blieben zum Beispiel Ferndorf, Bietigheim, Rimpar oder Coburg.

Doch wem der Ausscheidungsmodus schon kompliziert vorkam, für den wird es jetzt richtig hart. Die Spielplangestalter stöhnen nicht nur wegen der aktuellen Hitzewelle. Denn neben der Reduzierung der Anzahl in den vier Staffeln erfuhr auch der Spielmodus drastische Änderungen. In der Vorrunde spielen die zehn Teams noch ganz normal einmal jeder gegen jeden (erster Spieltag 7. September). Manche haben dabei vier, andere fünf Heimspiele. „Die besser platzierten Mannschaften der Vorsaison haben ein Heimspiel weniger“, erläuterte Carsten Korte, Vizepräsident im DHB und für den Jugendbereich verantwortlich. Die HG hätte also fünf. In welcher Staffelkonstellation ist dabei noch offen, sie könnte sich als kompliziert erweisen. 

Nach der Hinrunde im klassischen Sinne ist für die ersten vier in der Tabelle jeder Staffel dann damit Schluss. Sie spielen staffelübergreifend in zwei Gruppen à acht Teams die so genannte „Meisterrunde“, sind für die folgende JBLH-Saison gesetzt.

Der Rest, sechs Mannschaften, verbleibt in seinen Staffeln, beginnt wieder bei null und spielt eine Hin- und Rückserie über zehn Spieltage (ab 30. November) gegen jeden Gegner in der als „Pokalrunde“ bezeichneten Phase. Denn die jeweils beiden Erstplatzierten treten dann an, um sich im bei der Jugend neu geschaffenen „DHB-Pokal“ zu messen. Die letzten vier davon, die das Final Four erreichen, sind ebenfalls für ein weiteres Jahr Bundesliga gesetzt. Wie es dann weitergeht, bleibt abzuwarten. „Wir schauen, ob das ein Modell ist, das allen entgegenkommt und werden es anschließend auswerten“, kündigte Korte an.

In der Übersicht

Qualifiziert via Saison sind (24): Dutenhofen/Münchholzhausen, Melsungen, Hanau, Leipzig, Gummersbach, Großwallstadt (Mitte), Rhein-Neckar Löwen, Göppingen, Pforzheim/Eutingen, Bittenfeld, Konstanz, Günzburg (Süd), Dormagen (1.), Burgdorf, Nettelstedt, Minden (4.), Lemgo, Bergischer HC (West), Flensburg-Handewitt (1.), Berlin (2.), Magdeburg (3.), Kiel (4.), Bremen (5.), Potsdam (Nord).

Qualifiziert über Viertelfinale B-Jugend (2): Hochdorf, Münster.

Über Qualifikationsrunde bislang dabei (12): Hamburg, Bad Schwartau (Bereich 1), Aue/Nickelhütte, Anderten (2), Hagen, Königshof, Essen (3), Gelnhausen, Saarlouis (4), Erlangen, Balingen/Weilstetten, Oftersheim/Schwetzingen. 

 

mj