Jetzt, und nur jetzt, wenn die A-Jugend-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen heute und morgen in Balingen um ein direktes Bundesliga-Ticket kämpfen, zählt es. Vorangegangene Leistungen sind nette Vergangenheit, mehr nicht. Die fünf (deutlichen) Siege in den bisherigen Vorentscheidungen gelten nicht mehr, vergessen auch der etwas misslungene Auftritt beim IBOT, der durch die nun erzielten starken Ergebnisse längst vergeben wurde. Doch die gesamte Konzentration, der komplette Fokus liegt nun auf dem einen Ziel, weitere drei Siege (oder zumindest fünf Punkte) zu holen. Dann ist der direkte Weg in die Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) geebnet.

Doch die Siege, die Punkte werden nicht im Vorbeigehen verteilt. Die wollen sich auch der TuS Helmlingen (erster Gegner heute um 14.20 Uhr) und die HSG Freiburg (16 Uhr) krallen. Morgen (10 Uhr) steht dann nach Einschätzungen von Insidern mit dem Gastgeber und Ausrichter JSG Balingen/Weilstetten der größte Brocken bevor. Die JSG war in ihrer Vorrundengruppe mit der JSG Untere Fils (25:16), Rimpar (26:17) und Schutterwald (19:16) ähnlich dominant wie die HG in ihrer durchmarschiert.

Doch zuvor warten heute eben zwei Zweitplatzierte, nicht minder gefährlich. Helmlingen hatte zunächst Leutershausen/Heddesheim  pulverisiert (21:15) und war auch der MTG Wangen überlegen (25:20), doch gegen Coburg musste der TuS knapp (20:21) klein beigeben. Freiburg hatte Neuhausen/Ostfildern niedergerungen, war aber dem Newcomer TSV Allach an dessen Spielstätte hilflos unterlegen (14:30).

Diesem Dreigestirn, das ebenfalls die Bundesliga möglichst ohne Umwege erreichen möchte, will die HG ihre bisher dominante Abwehr entgegenstellen. Am (kleinen) Defizit Chancenverwertung wurde ebenfalls in den Trainingseinheiten gefeilt. Christoph Lahme und Thomas Herr als Trainer sehen ihre Jungs jedenfalls gut gerüstet. 

Sollte es mit dem angepeilten Gruppensieg aber nichts werden – und nur der bringt den direkten Bundesligaeinzug – wird es steinig. Der Viertplatzierte scheidet aus. Der Zweite tritt gegen den Zweiten einer parallelen Gruppe mit Allach, Coburg (beide Vorrundensieger), Erlangen und Schutterwald (eher noch zufällig mit Schützenhilfe der Untern Fils noch dabei) an. Der Sieger darf sich ebenfalls Bundesligist 2019/20 nennen. Der Verlierer geht dann in die bundesweite Endrunde (Austragungsort noch nicht festgelegt). Er wird begleitet von Gewinner des Duells der Dritten. In dieser finalen deutschlandweiten Ausscheidung werden noch einmal zwei Startplätze vergeben.

mj