Oftersheim/Schwetzingen unterliegt Leipzig 29:33 (15:19)

 Im Gegensatz zu ihrer ersten Mannschaft waren die Jugend-Bundesliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen nicht in der Lage, ihre Erfolgsserie fortzusetzen. Der SC DHfK Leipzig erwies sich gegen Ende als der erwartet überlegene Gegner, der mit dem 33:29 (19:15)-Auswärtserfolg in der Kurpfalz seine Restchance auf die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft wahren wollte.

Das Strickmuster dieser Partie war nicht ganz unbekannt. Wie zuletzt oft  gehabt, lag Oftersheim/Schwetzingen mehrfach schon relativ deutlich im Rückstand (2:6, 6:11), kämpfte sich aber immer wieder heran (6:7,18:19) und blieb so ständig in Schlagdistanz. Allerdings wurde früh klar, dass die Vorgabe, unter 30 Gegentoren zu bleiben, kaum zu erfüllen war. Zu schnell und einfach kamen die Sachsen zu ihren Treffern und auch die HG durfte sich bis Mitte der zweiten Hälfte über eine recht fehlerfreie Angriffsbilanz freuen. 

Doch als es beim 20:21 danach aussah, als ob die Heimmannschaft Oberwasser bekommen würde – Keeper Florian Steinbach hatte gerade quer über das ganz Spielfeld einen Treffer erzielt – gingen immer mehr Angriffe in die Binsen (20:23). Die HG blieb zwar bis in die Crunchtime hinein in Tuchfühlung mit einem nicht unbedingt übermächtig erscheinenden Kontrahenten (25:27, 27:29/55.), aber der finale Umschwung, der zuletzt zu den Markenzeichen Oftersheim/Schwetzingens gezählt hatte, bleib diesmal aus.

Leipzig blieb recht ruhig, spielte seinen Stiefel herunter, ließ sich auch von einer nun sehr offensiven HG-Deckung, die schon zu einigen Erfolgen geführt hatte, nicht wesentlich stören und nahm einen nicht unverdienten Sieg mit auf seine längste Auswärtsfahrt.

Den Oftersheim/Schwetzinger Trainern Daniel Müller und Thomas Herr fehlte in einigen Situationen gegen Ende ein wenig die Zielstrebigkeit bei ihren Männern, erkannte aber auch die Überlegenheit der Sachsen in manchen Bereichen an. Dass ihre Jungs hoch im Kurs stehen, zeigte sich auch daran, dass fünf von ihnen direkt im Anschluss im Badenliga-Duell der HG II bei der TSG Eintracht Plankstadt ihren Mann stehen mussten. Und Jacob Clarius wurde in den Kader der ersten Mannschaft berufen.

HG: Steinbach (1), J. Beck; J. Hörner (7/1), Zecevic, Seidenfuß, S. Beck (9), Folz (3), Brand (4), Kruse, B. Hörner (2), Clarius (3), Grausam, Haase, Redmann.