Jugend-Bundesliga Handball: Oftersheim/Schwetzingen ringt Coburg nieder

Mit Ansage hat es geklappt – der dritte Heimsieg in Serie ist erreicht. Doch wer das knappe Ergebnis von 25:24 (13:9) der HG Oftersheim/Schwetzingen über den HSC Coburg sieht, wird nicht meinen, dass das heimische Team eigentlich fast ständig diese Partie der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) im Griff hatte und es kaum Zweifel über den Sieger gab.

Trainer Thomas Herr hatte sich vor Spielbeginn einiges von seinen Jungs gewünscht. Sie sollten gleich mit erstem Anpfiff das 1:0 vorlegen. Dies gelang jedoch erst im zweiten Anlauf. „Geduldiges Spiel, gut vorbereitete Abschlüsse“ solle sein Team suchen, den gegnerischen Keeper keinesfalls „warmwerfen“. Doch reihenweise wurden Bälle vorschnell verballert und HSC-Torwart Vincent Plötz durfte sich häufig auszeichnen. Risikopässe wolle er ebenfalls nicht sehen, bekam aber etliche geboten, die dann im Aus oder beim Gegner landeten. Dies führte dann zunächst auch zu einem Rückstand (2:3 bis 6:7).

Doch wie zuvor schon unter Beweis gestellt, bewahrten die HG-Akteure Ruhe und strahlten auch über fast die gesamte Spieldauer eine gewisse Dominanz im Abwehrverhalten aus. Dies war auch Raoul Seidenfuß geschuldet, der als Stabilisator der Deckung gute Arbeit verrichtete. „100 Prozent Herz, 100 Prozent Leidenschaft“ waren weitere Forderungen Herrs, die in jedem Fall an den Tag gelegt wurde. Und als die knallharten Würfe von HG-Tormann Frederik Fauerbach bei ihren Adressaten ankamen, die Präzision im Abschluss passte, war auch das Halbzeitergebnis etwas entspannter zu betrachten.

Doch der Vorsprung war nach Wiederanpfiff schnell wieder dahin. Erst als Steven Beck sturmtiefgleich wieder kräftiger in seiner unnachahmlichen Art wirbelte, Julian Hörner mit Hochdruck in die HSC-Lücken stieß oder sich Jacob Clarius mit Schwung in die Höhe schraubte, wurde die Führung wieder ausgebaut (19:14) oder zumindest verteidigt. Flauten diese Brisen zu lauen Luftzügen ab, wurde es wieder eng (21:19) – und dies dann auch am Ende.

„Die ganze Zeit haben wir eigentlich die Kontrolle über das Spiel ausgeübte“, urteilte Oftersheim/Schwetzingens Coach Daniel Müller. „Dann machen wir es uns aber selber schwer, laden den Gegner unnötig ein.“ Fast wortgenau gleich äußerte sich auch Rechtsaußen Sebastian Brand und blickte aber sofort voraus: „Das müssen und werden wir nächste Woche besser machen, um wieder zu gewinnen.“ Müller wollte aber nicht nur tadeln: „Die zwei Punkte sind bei uns, nur das zählt und wir haben noch einige Heimspiele.“ Und das erste von noch drei ist eben jenes gegen den Traditionsverein VfL Gummersbach.

HG: Fauerbach, Steinbach; J. Hörner (5/2), Zecevic (3), Seidenfuß, Beck (7), Folz (1), Brand (2), Kruse (1), B. Hörner, Clarius (6), Hasse, Thüre.