Jugend-Bundesliga Handball: HG A1 unterliegt DM-Anwärter Melsungen

Betrübt ließen die die Köpfe hängen: Mit recht großen Erwartungen waren die Jugend-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen zum Bundesliga-Zweiten JSG Melsungen/Körle/Guxhagen gefahren, mussten dann aber eine satte 33:44 (15:22)-Niederlage zur Kenntnis nehmen. Der Gastgeber wahrte indes seine Chance auf Teilnahme an der Endrunde zur deutschen Meisterschaft.

„Im Prinzip müssten 33 Tore auswärts reichen, um zu gewinnen“, meinte Trainer Daniel Müller und war besonders „von unserer Abwehr enttäuscht“. Sie ließ sich zu oft von Nationalspiele Ole Pregler düpieren (8 Tore), auch andere Rückraumakteure der Hessen kamen zu einfach zum Zug. Doch meist war die Deckungsformation überhaupt nicht da. Mehr als die Hälfte der Melsunger Treffer im ersten Durchgang resultierten nämlich aus Kontern, Zweiter Welle oder Schneller Mitte. Die hessischen Jungs waren in Sachen Umschalten stark, auch flink auf den Füßen bei ihrem Rückzugsverhalten. So wurden technische Fehler und Fehlwürfe, die sich die HG bis zum Seitenwechsel reichlich leistete, in einem Höllentempo bestraft.

Dabei hatten die Gäste den ersten JSG-Angriff gleich abgefangen, ihre Ambitionen unterstrichen und zunächst auch immer geführt (3:4). Und bis zum 9:8 (15.) blieb alles noch im Rahmen. Dann setzte die Serie von Missgeschicken ein. Doch nach der Pause präsentierten sich die Kurpfälzer nahezu fehlerfrei und mit einer (fast 0:)3:3-Defensivausrichtung. Innerhalb kürzester Zeit war der Rückstand von einst 22:14 bei 23:19 halbiert (33.). Doch MSG-Coach Björn Brede hatte eine Antwort parat. Er schickte den siebten Feldspieler ins Getümmel, drängte so die HG-Abwehr wieder an den Kreis zurück. Oftersheim/Schwetzingen kam zwar so zu ein paar Treffern ins leere Tor, hielt aber nur kurz auf Augenhöhe mit (27:23/40.). Dann folgten wieder zu viele Aktionen der Marke Brechstange mit mäßigem Erfolg (33:27/50.). Mit einer Serie von neun Ballverlusten gegen Ende der Partie, machte sich der Gast dann einen ansonsten guten Eindruck dieser Spielhälfte kaputt.

„Klar haben wir uns hier etwas anderes erwartet, uns mehr erhofft“, meinte Müller. „Jeder hat einen Teil zu wenig gegeben, um in der Summe gegen die individuelle Klasse der Melsunger zu bestehen.“

HG: J. Beck, Fauerbach; J. Hörner (9/1), Zecevic (1), Seidenfuß, S. Beck (6), Folz (3),  Brand (2), Kruse (2), B. Hörner (1), Clarius (8), Haase (1). mj