Jugend-Bundesliga Handball: HG hält Wallau/Massenheim in Schach

Sie waren heiß wie das sprichwörtliche „Frittenfett“, sie wollten nicht nur erneutes Lob einfahren, sondern zählbare Punkte und eine Positionsverbesserung in der Tabelle der Jugend-Bundesliga Handball.

Und die Spieler der HG Oftersheim/Schwetzingen schafften gegen die HSG Wallau/Massenheim mit 27:24 (14:11) den zweiten Heimsieg, kamen an den Gegner im Klassement bis auf einen Zähler heran. Nur der Sprung auf Rang 10 blieb ihnen verwehrt, weil Erlangen sich dem anvisierten Überholmanövers der HG mit einem Überraschungserfolg gegen den Zweiten Gummersbach entzog.

Doch nach einem Happy End sah es zu Beginn der reichlich rasant vorgetragenen Partie nicht gleich aus (0:2, 3:5). Aber dann warf Rechtsaußen Sebastian Brand seinen Turbo an und drehte den Spielstand um (6:5/12.). Wie von Trainer Thomas Herr gefordert (es sollte mit einer knappen Führung in Rücken nicht nachgelassen werden), legten Julian Hörner und Dennis Folz zum 8:5 (14.) nach. Dies alles ermöglichte eine nun sehr bewegliche, vielarmige Deckung vor ihrem gut aufgelegten Torhüter Frederik Fauerbach. Doch im Zuge einer vielleicht zu früh aufkommenden Euphorie gepaart mit ein paar Nachlässigkeiten zu viel, wurde der Vorsprung wieder verschenkt (8:7/18.).

In diesem Stile ging es fast komplett durch die restliche Spielzeit, ohne die Führung noch einmal abzugeben. Die Konzentration nach vorne ging bei dieser intensiven Spielweise ab und an leicht zurück. Ein leidiges Thema waren auch die Abpraller, die Probleme bereiteten. Zurück von Fauerbach, Pfosten oder Block, landeten sie der Regel beim Gast, der sich meist nicht lange bitten ließ.

Einer, der indes nie in seinen Bemühungen nachließ, war Mittelmann Steven Beck. Er trat als Antreiber, Zuspieler, Vollstrecker und Abwehrrecke in Erscheinung. Mit einem Dutzend Treffern ragte er aus der Torschützenliste heraus, fiel aber auch dadurch auf, dass er wie aufgezogen bis in die Schlusssekunden das Tempo hochhielt. Er fand dies nicht so besonders, meinte bescheiden: „So renn‘ ich doch immer rum.“ Coach Herr indes lobte ihn: „Steven hat ein überragendes Eins-gegen-Eins-Verhalten an den Tag gelegt und viel Verantwortung übernommen.“ Aber auch das restliche Team bekam sein „Fett“ weg: „Die Mannschaft hat die ganze Woche, die ganze Zeit über an sich geglaubt. Sie wusste, dass sie liefern musste und hat das auch sehr gut umgesetzt.“

HG: Fauerbach (1); J. Hörner (1), Zecevic, Seidenfuß, Beck (12), Folz (2), Brand (2), Kruse (1), B. Hörner (1), Clarius (6), Haase (1), Thüre.