Nichts wurde es einmal mehr mit dem so sehr ersehnten ersten Bundesliga-Heimsieg bei den A-Jugend-Handballern der HG Oftersheim/Schwetzingen. In einer spannenden Partie hatten sie gegen den TV Gelnhausen am Ende mit 24:26 (15:17) das Nachsehen.

Als vermeintlicher Knackpunkt könnte die Phase nach dem 9:9 (17.) nach beidseitigem mäßigem Auftakt herhalten. HG-Coach Daniel Müller hatte eine Auszeit genommen. „Wir wollten wechseln und einiges umstellen“, erläuterte er später. Aber auch der Gegner hatte reagiert und sich auf eine 4:2-Deckung verlegt. Diese war zwar nicht gerade ein Hindernis und auch keine Überraschung für das Heimteam (Müller: „Darauf waren wir vorbereitet.“), doch die nächsten drei Angriffe wurde den Hausherren wegen technischer Fehler abgepfiffen. Gelnhausen konterte dreimal: 9:12 (21.).

Danach blieben beide Seiten praktisch bis zum Abpfiff auf Augenhöhe. Aber ohne eigenes überzeugendes und damit überlegenes Abwehrkonzept, war nur auf Torhüter Florian Steinbach (in der Schlussphase auch Adrian Cule) Verlass, der als gewaltiger Rückhalt etliche freie Sachen wegstach. Im zähen Spielverlauf rannte die HG ständig ihrem Rückstand hinterher, kämpfte mühsam, aber mehr als Anschlusstreffer waren nicht drin. Es fehlten die letzte Konsequenz und Durchschlagskraft im Angriff. Die frühen drei Tore Rückstand erwiesen sich letztlich als zu große Hypothek. Taktisches Geplänkel mit siebtem Feldspieler oder einer doppelten Manndeckung sorgten ebenfalls für keine Trendwende.

„Wenn du gerade wie wir auch am Schluss fünf freie 100-Prozentige vergibst, kannst du einfach nicht gewinnen. Die Möglichkeiten dazu haben wir uns ja rausgespielt“, ärgerte sich Müller.

HG: Steinbach (1), Cule; J. Hörner (8/2), Zecevic (2), Seidenfuß, Beck, Zemella (3), Brand, Kruse (5), B. Hörner, Clarius (5), Redmann (1).