Zwar waren die Jugend-Bundesliga-Akteure der HG Oftersheim/Schwetzingen durchaus beeindruckt, dass sie ihren Auftritt beim VfL Gummersbach in dessen Handball-Tempel „Schwalbe-Arena“ (Fassungsvermögen 4132 Plätze) absolvieren durften statt in einer Nebenhalle, aber Schuld an der letztlich klaren 25:32 (12:17)-Niederlage dürfte diese Überraschung nicht gewesen sein.

Denn zu Beginn blieb die Begegnung völlig offen und auch in anderen Phasen der Begegnung erwies sich der Gast als ebenbürtig. Allerdings nicht in einigen Abschnitten dazwischen. „Wir gönnten uns wieder etliche handballerischen Auszeiten“, monierte Trainer Thomas Herr. „Es war wieder unser altes Lied, dass wir durch technische Fehler und überhastete Torwürfe den Gegner zu leichten Toren einluden.“ Und auch die sonst meist stabil wirkende Abwehr ließ sich von diesen Nachlässigkeiten anstecken. Ein 5:0-Lauf des VfL sorgte für einen ersten klaren Rückstand. Bei etwas mehr folgender Konzentration nach einer deutlichen Aussprache (12:9), sah sich auch die Gummersbacher Seite gezwungen, die Time-out-Karte zu legen, Oftersheim/Schwetzingen blieb aber bis zum 15:12 in Schlagdistanz.

Die nächsten klaren Aussetzer führten dann aber zu einem deutlichen Vorsprung der Hausherren (26:16), der nicht mehr zu kompensieren war. Erste eine Umstellung auf eine Angriffsformation mit zwei Kreisläufern brachte wieder eine Verbesserung im HG-Spiel. „Das funktionierte recht ordentlich“, meinte Herr, aber der Markt war da schon verlaufen, mehr als die oft bemühte Ergebniskosmetik war nicht drin, da sich auch die Deckung nicht mehr so recht reinzusteigern wusste. 

Herr wollte aber nicht nur kritisieren: „Trotz der Niederlage haben wir wieder gesehen, dass die Mannschaft mit voller Leidenschaft und Herz bei der Sache ist. Nur wird es nun auch Zeit, dass wir unsere technischen Fehler sowie die vorschnellen Abschlüsse auf ein angemessenes Maß bringen, um endlich nicht immer so ins Hintertreffen zu geraten. So müssen wir unnötig zusätzliche Kräfte für die Aufholjagden mobilisieren.“

HG: Steinbach, Cule; J. Hörner (11/4), Zecevic (5), Schiller, Schleidweiler, Seidenfuß, Beck (2), Zemella (1), Folz, Brand (1), B. Hörner (1), Clarius (2), Redmann (2). mj