Für Trainer Klaus Braun war es – noch dazu im unmittelbaren Vorfeld der mannschaftsinternen Weihnachts- und Jahresabschlussfeier – „eine rundum gelungene Angelegenheit“. Seine Badenliga-Handballerinnen hatten gerade die SG Heddesheim mit 26:19 (8:7) bezwungen.

 

Das klare Ergebnis täuscht zum einen über den Spielverlauf hinweg. Dieser jedoch gibt auch nicht die wahre Verteilung der Spielstärken wieder. Zeigte die HG gleich zum Start, wer Chef im Ring sein sollte (5:2), sprechen Halbzeitstand und das 17:15 zu Mitte des zweiten Durchgangs eine andere Sprache. „Wir haben viele freie Chancen einfach liegen, besonders in der ersten Halbzeit. Wir hätten eigentlich viel klarer und deutlicher führen können.“ 

Doch Braun will nach „dem verdienten Start-Ziel-Sieg“ nicht großartig jammern oder sich gar beschweren. „Wir boten über weite Strecken eine gute Leistung.“ Und zwar immer dann, wenn mit Konsequenz zu Werk gegangen wurde. So auch nach der Pause, als binnen Kürze auf 15:11 gestellt wurde oder eben im energischen Endspurt, dem Heddesheim nur wenig entgegenzusetzen hatte. Spätestens mit dem 20:15 (51.) durch Tamara Gölitz war der Erfolg eine besiegelte Sache.

SGH-Coach Branko Dojcak (dessen Tochter Miroslava übrigens ebenso am Kreis agiert wie Brauns Nachwuchs Anna-Lena) war indes bedient. Neben seinen permanenten Personalproblemen, habe ihm, „die rechte Einstellung zu Spiel und Training gefehlt“.

HG: Stan, Wieczorek; Kubach, N.-M. Münch (2), Peglow (1), Braun (1), Rother, Ullrich (1), M. Münch (1), Gölitz (11/2), Blagojewic, Koch, Marmol Carmona, Kolb (9/2).  mj