„Das war die beste Halbzeit der bisherigen Runde, da haben wir ein sehr gutes Spiel abgeliefert.“ Trainer Klaus Braun vom Aufsteiger HG Oftersheim/Schwetzingen freute sich, wie seine Badenliga-Handballerinnen dem Oberliga-Absteiger und klaren Favoriten SG Nußloch Paroli geboten hatten. Aber eben nur einen Durchgang lang. Getrübt wurde die Freude nämlich dann durch die letztlich zählende 26:29 (17:12)-Niederlage.


Faden total verloren
„Zum Start der zweiten Hälfte haben wir total den Faden verloren. Sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr wurden zu viele leichte Fehler begangen. Wir können aber viel daraus lernen“, sieht Braun auch das Positive in diesem verlorenem Auftritt. Mit ihrer kompakten 6:0-Formation machte die HG es dem Gast zunächst schwer, Tore zu erzielen. In der zweiten Viertelstunde wurden gerademal vier Gegentreffer zugelassen.
Doch in der Pause wurde auch in der SGN-Kabine reagiert. Trainerin Nadine Wiume stellte ihrerseits ihre Deckung auf eine 5:1-Variante um, und hatte den Angreiferinnen wohl ebenfalls ein paar Takte mit auf den Weg gegeben. Mittels 6:1-Lauf zum 18:18 war schnell alles wieder offen (40.). Brauns Pausenanforderung, die Konzentration weiterhin hoch zu halten, wurde erst jetzt auf dem Spielfeld umgesetzt. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum 25:25 von HG-Kreisläuferin Anna-Lena Braun hielt die Zuschauer beider Fraktionen in Atem (57.). Dann ging dem Gastgeber die Munition scheinbar auf der Zielgeraden aus. Je zweimal Flavia Rack und Kimberly Knoof und die Punkte wanderten an die Bergstraße. „Kein Beinbruch“, für Klaus Braun, der sich mit seinen Mädels auf die nächsten Aufgaben in Ruhe vorbereitet.


HG: Stan, Wieczorek; N.-M. Münch, Peglow, Braun (2), Brückner, Ullrich (2), M. Münch, Gölitz (8/2), Zachert (5).  mj