Ein gutes halbes Dutzend fehlender Spielerinnen (eine komplette Rückraumreihe und die gesamt Linkshänder-Fraktion), dazu eine kurzfristige Umbesetzung auf dem Trainerposten: Die Badenliga-Handballerinnen und ihr neuer Coach Marcus Gutsche mussten sich mit den neuen Verhältnissen erst einmal arrangieren.

Und so kann der 31:25 (16:13)-Sieg über die TSG Wiesloch nach etwas stolprigem Einstieg in die Partie als klarer Erfolg verbucht werden. Zumal dieser ihnen gleichzeitig wieder die vorübergehende Tabellenführung einbrachte. Allerdings sitzt der HG ein Verfolgertrio im Nacken, das mit einem Minuspunkt weniger belastet ist. Die Spitzenposition darf sie nun am Sonntag beim TSV Rot (16 Uhr) verteidigen.

Während des starkem Starts (3:0, 9:3) bekam der Gastgeber nur gelegentlich die Krallen der TSG zu spüren. Mit einer Auszeit wirkte Wieslochs Trainer Frank Gerbershagen dem entgegen (9:6). Nun war es an Gutsche seinerseits die Reißleine mittels Timeout zu ziehen. Dessen Wirkung stellte sich allerdings erst langsam und allmählich, unterstützt von der Pausenbesprechung ein.

Eine Weile wurde der bisherige Vorsprung noch clever verteidigt und verwaltet (21:18/39.), dann setzte Oftersheim/Schwetzingen zum großen Rundumschlag an. Besonders Saskia Zachert aus der Distanz und Karolin Kolb mit ihren Durchbrüchen (zusammen 22/4 Treffer) ließen es aus dem Rückraum ordentlich krachen. Dem war die TSG-Defensive in keinster Weise mehr gewachsen. Beim 27:21 (52) gab es schon keine Zweifel mehr über den Sieger.

Gutsche urteilte in seinen ersten Eindrücken über sein neues Team: „Was das Kämpferische angeht, bin ich mit der Mannschaft völlig zufrieden. Aufgrund der vielen Verletzten hatten wir schließlich kaum Wechselmöglichkeiten. Mit den Dingen, die wir uns in der Trainingswoche erarbeitet haben, waren wir erfolgreich. Jetzt geht es darum, dieTruppe noch besser kennenzulernen. Heute war es eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

HG: Stan, Göbel; Kubach (1), Münch (3), Braun (2), Ullrich (3), Barthelmeß, Phondeth, Zachert (11), Wartenberg, Kolb (11/4).         mj