Die HG Oftersheim/Schwetzingen bleibt auch im sechsten Spiel der Frauen-Handball-Badenliga ungeschlagen und somit an der Spitze. Sie bezwang Kellerkind SG Pforzheim/Eutingen mit 30:24 (18:13), hatte dabei aber mehr Mühe als es auf den ersten Blick und nach der Tabellensituation aussieht.

 

„Es war ein Sieg, der nie wirklich in Gefahr war. Trotzdem versuchte uns Pforzheim/Eutingen immer wieder über taktische Umstellungen aus dem Tritt zu bringen. Wir mussten schon konzentriert zu Werke gehen, um den Gegner auf Distanz zu halten“, blickt Trainer Jürgen Al-Shahwani auf nicht ganz entspannte 60 Minuten zurück. So ließ sich der Gast zunächst nicht distanzieren (6:6), auch weil sich einige HG-Frauen nicht mit der gewohnten Treffersicherheit präsentierten. Das glich dafür Ann-Kathrin Göbel (später Bianca Stan) im HG-Gehäuse mit aus. Doch ab Mitte des ersten Durchgangs zeigte sich der Favorit, der auf Tamara Gölitz (verletzt) und Denise Olbert (verhindert) verzichten musste, etwas dominanter (13:8).

 

Eine Dominanz, die dann bei enger Deckung gegen Karolin Kolb im Laufe der zweiten Halbzeit rein zahlenmäßig zwar nicht ins Wanken geriet, aber ein richtig souveräner Spielfluss wollte auch nicht aufkommen (23:20/45. nach 21:13/35.). „Wir haben in manchen Phasen einige zu einfache Gegentore bekommen“, monierte Spielmacherin Annabel Bosse, „sodass wir zum Beispiel unseren Acht-Tore-Vorsprung nicht halten konnten.“ Gegen Ende der ab und zu etwas ruppig geführten Begegnung mit daraus resultierenden zahlreichen Unterbrechungen verletzte sich noch Kolb (58.), die humpelnd die Halle verlies und nicht genau wusste, wie schwer ihre Fußverletzung ist.

 

HG: Göbel, Stan; Kubach (1), Münch, Peglow (3), Braun, Brückner (1), Barthelmeß, Phondeth (2), Bosse (9/5), Marmol Carmona (6), Kolb (8/1).