Auch Gastgeber Oftersheim/Schwetzingen scheint noch nicht ganz auf der sicheren Seite zu sein

Es liegt schon eine gewisse Ironie in der Tatsache, dass die Handballer der TSG Eintracht Plankstadt auf das „Wohlwollen“ zweier lokaler Rivalen angewiesen sind, um den Verbleib in der Badenliga abzusichern. Denn jetzt sind sie am Samstag (20 Uhr), in der Oftersheimer Karl-Frei-Halle Gäste der HG Oftersheim/Schwetzingen II, am Wochenende darauf erwarten sie zuhause den HSV Hockenheim.

Für HG-Trainer Mathias Polifka „ist das Spiel, trotz aller Abstiegsängste von Plankstadt, ein ganz normales Derby. Wir haben unser letztes Heimspiel und wollen dies natürlich wie jedes Spiel gewinnen. Unabhängig von der Situation der TSG Eintracht wissen wir, dass es ein hartes und umkämpftes Spiel wird. Entscheidend wird aus meiner Sicht sein, welche Mannschaft im Angriff weniger Fehler macht, im der Abwehr bereit ist, um jedem Zentimeter zu kämpfen und die Chancenauswertung für sich entscheidet.“ Jedenfalls haben er uns seine Männer sich

Insgesamt ist der Kampf um den Klassenerhalt in der Badenliga (bei vermutlich zwei Absteigern) recht unübersichtlich. Schlusslicht Bretten (14 Punkte) kann rein rechnerisch sowohl Plankstadt wie Wiesloch (je 17) ein- und überholen, spielt aber auch in Wiesloch zum Abschluss. Die HG sowie Hardheim (je 21) wären punktemäßig noch von Wiesloch und Plankstadt zu stellen. Dazwischen liegt noch Knielingen (19). Sollte es zu den entsprechenden Ergebnissen kommen, würde der direkte Vergleich zwischen zwei und maximal fünf Mannschaften herangezogen werden müssen. Dadurch ergeben sich weit mehr als ein Dutzend Kombinationsmöglichkeiten. Da kann es fast jeden erwischen, auch die HG scheint nicht ganz aus dem Schneider, sollte sic mindestens noch einen Punkt sichern.

„Wir haben abzuliefern“

Hochrechnungen dieser Art wurden auch bei der TSG Eintracht angestellt. Mit dem Selbstvertrauen von zwei Erfolgen hintereinander geht es in den Endspurt. Die Vorgabe lautete ohne Wenn und Aber noch zwei Siege. „Wir beschäftigen uns gar nicht mit den anderen Mannschaften. Wir haben jetzt mit zwei brutal wichtigen Siegen die angestrebte Serie gestartet. Doch ich wiederhole meine Aussage von vor der letzten Partie. Es reicht noch nicht, wir haben noch zwei Endspiele. Dass wir dafür gerüstet sind, haben eben diese beiden Auftritte gezeigt“, gibt sich Coach Niels Eichhorn kampfbereit. „Mit dem Derby erhält unser vorletztes Finale natürlich eine gewisse Würze. Jedoch ist es egal, wie der nächste Kontrahent heißt. Wir haben abzuliefern.“   mj