Die letzte für die Drittliga-Saison 2017/18 relevante Entscheidung im Handball ist gefallen. Nach dem TV Neuhausen, TuS Ferndorf und HC Rostock steht nach einem extrem dramatischen Abstiegsfinale in der 2. Bundesliga die SG Leutershausen als 64. und damit letzter Drittligist fest. Mit 25:30 verloren die Hirschberger bei Nordhorn-Lingen. Gleichzeitig trennen sich Saarlouis und Essen 27:27 und retteten sich damit beide.

Damit ist eine Situation eingetreten, die nach den bisherigen Einteilungen, mindestens 18 oder 19 Mannschaften im Süden vorrätig hat, die Staffelgrößen aber nur jeweils 16 Teams betragen. Da sind nun 14 Baden-Württemberger, eben die Absteiger Neuhausen und Leutershausen, die bei beiden Aufsteiger SV Kornwestheim, TSV Neuhausen auf den Fildern, sowie die verbliebenen TSB Horkheim, SG Nußloch, TGS Pforzheim, HBW  Balingen-Weilstetten II, TVG Großsachsen, HG Oftersheim/Schwetzingen, SG Kronau/Östringen II, SG Köndringen/Teningen, HC Oppenweiler/Backnang und VfL Pfullingen. Auf der anderen Rheinseite sind die Pfälzer TSG Haßloch und TV Hochdorf noch da, denen gesellt sich der TuS Dansenberg als Meister der Oberliga Rheinland/Pfalz/Saar hinzu. In Bayern harrt noch TuS Fürstenfeldbruck der Dinge sowie Bayernligameister HC Erlangen II. Aber auch in anderen Regionen zeichnen sich Grenzfälle ab.

Nun ist die Spekulationsbereitschaft in ganz Deutschland groß, welchen Verein es wohin verschlägt. Dem Vernehmen nach soll die zuständige Kommission ab Dienstag über die neue Einteilung tagen. Von einem Balinger Anhänger wurden schon (fast) alle möglichen Kombinationen durchgerechnet und sind im Internet verfügbar (hier). Dabei wurde besonders auf Reisekilometer schonende Varianten geschaut.

Doch alles könnte sich noch einmal drastisch ändern. Von dem hier vor einigen Wochen berichteten zögerlichen Verhaltens der HG Hamburg-Barmbek bezüglich der Teilnahme am Drittligageschehen (es werden noch Geldgeber gesucht) gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen. Auch an einer anderen Front herrscht noch Rätselraten. Beim TV Großwallstadt traten vor einer Woche zwei Geschäftsführer zurück. Unstimmigkeiten innerhalb der Führungsriege sollen ausschlaggebend gewesen sein. Auf der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins wurden wohl auch Schuldenüberhänge aus der letzten Saison bekannt und die Finanzierung der Mannschaft für die nächste stünde womöglich noch auf der Kippe. Seitdem ist nichts Offizielles mehr aus der Mainecke zu hören. Gespannt lauschen dürfte dabei aber die SG Pforzheim/Eutingen, denn sie wäre erster Nachrücker, wenn jemand aussteigt. Dies würde den „Druck“ im Süden natürlich weiter erhöhen. mj