Die reguläre Spielzeit der 3. Liga mit ihren vier Staffeln ist bereits seit über einer Woche Geschichte. Einige Handballer mussten aber nun auf frühzeitige Abschlussfahrten verzichten und nachsitzen. In Auf- und Abstiegsrelegationen ging es noch um bislang zwei neue Zweitligisten und einen freien Platz in der Drittklassigkeit.

Da sowohl der Sieger der Südstaffel, die SG Nußloch, wie auch jener aus dem Norden, der TSV Altenholz auf ihr Aufstiegsrecht verzichteten, trafen sich die jeweiligen Zweitplatzierten zu einem „Kurzturnier“ in Hagen. Südvertreter TSB Horkheim zog gegen den Ostzweiten Eintracht Hildesheim jedoch mit 25:31 (11:14) den Kürzeren. Der Traum von der 2. Bundesliga war damit bei den Unterländern recht schnell zu den Akten gelegt. Vorsorglich (sollte noch ein Platz bis zum 30. Juni irgendwie frei werden) spielten die „Halbfinal-Verlierer“ noch den dritten Platz aus. Auch hier hatte Horkheim gegen die HSG Norderstedt/Henstedt-Ulzburg (verlor 25:31 gegen VfL Eintracht Hagen) mit 38:39 knapp das schlechtere Ende für sich.

Zunächst besser machte es die SG Pforzheim/Eutingen im Turnier der Teams, die auf dem vierzehnten Rang die Saison beendet hatten. Sie rang die SG LVB Leipzig mit 26:25 (12:12) nieder. Im Kampf um den freien Drittligaplatz (Cottbus als Oberliga Ostsee/Spree-Meister LHC Cottbus hatte wie auch sein punktgleicher Vize Stralsunder HC das Aufstiegsrecht abgelehnt) unterlagen die Badener aber Gastgeber TuS Volmetal (Hagen) dramatisch mit 23:25 (7:11). Jetzt ruht die Hoffnung darauf, dass bis Spieljahresende ein weiterer Verein auf die Teilnahme in der 3. Liga verzichtet. Gerüchten zufolge, soll beim Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, der HG Hamburg-Barmbek, die Finanzierung noch nicht ganz gesichert sein.

Einteilung noch offen

Damit stehen nach aktuellem Stand 63 der 64 Drittligisten der Saison 2017/18 fest. Doch eine Zuordnung zu den jeweiligen Staffeln lässt noch auf sich warten. Denn je nach dem, wer den vakanten Platz als vierter Absteiger aus der 2. Bundesliga einnehmen muss, können sich die Konstellationen ziemlich verändern. So droht besonders jenen Clubs am Rand ihrer Staffeln eine Verschiebung aus ihrer Wohlfühlzone heraus. Das könnte sowohl die Pfälzer Vereine betreffen, Fürstenfeldbruck oder jene in nördlichen Bereich Badens, so auch die HG Oftersheim/Schwetzingen.

Denn der angerstammt Süden ist schon ziemlich voll. Da sind vorneweg 13 Baden-Württemberger: TV Neuhausen (Absteiger) , SV Kornwestheim, TSV Neuhausen auf den Fildern (beide Aufsteiger), TSB Horkheim, SG Nußloch, TGS Pforzheim, HBW  Balingen-Weilstetten II, TVG Großsachsen, HG Oftersheim/Schwetzingen, SG Kronau/Östringen II, SG Köndringen/Teningen, HC Oppenweiler/Backnang, VfL Pfullingen. Dann sind da die Pfälzer TSG Haßloch und TV Hochdorf, hinzu gesellt sich der TuS Dansenberg (Meister der Oberliga Rheinland/Pfalz/Saar). Damit wäre bereits die Sollstaffelstärke von 16 Mannschaften erreicht. Aber aus Bayern suchen noch Fürstenfeldbruck und Bayernliga-Meister HC Erlangen II ihre Zuordnung. Und in der Zweitklassigkeit sind vier Spieltag vor Rundenende neben – neben mindestens sieben anderen Teams – weder die SG Leutershausen noch die HSG Konstanz vor dem Abstieg gefeit. Und bei Pforzheim/Eutingen glimmt noch ein Fünkchen Hoffnung. Es bleibt spannend, auch ohne dass die Harzkugel fliegt. mj